Endlich da: Das wunderbarste Wesen der Welt

Es ist immer ein tolles Gefühl zum ersten Mal das eigene gedruckte Buch in den Händen zu halten: Am 21. Juli ist mein Kinderbuch „Das wunderbarste Wesen der Welt“ herausgekommen und diesmal war es besonders schön, weil ich die Illustrationen von Stella Eich nur in geringerer Größe kannte. Jetzt konnte ich zusammen mit meinen Kindern all die Feinheiten entdecken, die auf den liebevoll gestalteten Seiten versteckt sind.

Worum es geht? Nun, unendlich viele faszinierende Wesen gibt es auf unserer Welt. Ponys etwa, die kaum größer werden als ein Lineal oder ein Tier mit Augen so groß wie ein Fußball! Tildas und Toms Klasse macht eine Präsentation über all diese wunderbaren Wesen, doch Tom bekommt Lampenfieber. Ein Glück, dass Tilda zur Stelle ist! Welchens nun das wunderbarste Wesen der Welt ist? Tilda und Tom kommen zu einem überraschenden Ergebnis! Dieses liebevolle gereimte Buch verbindet beeindruckende Fakten über die Tierwelt mit der berührenden Geschichte einer Freundschaft. Ein Buch für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren.

„Das wunderbarste Wesen der Welt“ ist im Jupitermond Verlag erschienen. Die Bücher dieses Verlags werden klimaneutral und regional (in Augsburg) gedruckt. Mit jedem Kauf meines Buches unterstützt ihr ein Projekt, das uns sehr am Herzen liegt: Orang-Utans sind unglaublich liebevolle, tolle Tiere und es gibt mittlerweile viel zu wenige von ihnen. Die Organisation SOCP hilft vor Ort, die Menschenaffen vor Wilderern zu schützen und ihren Lebensraum zu erhalten. Deshalb spendet der Jupitermond Verlag 50 % des Gewinnes an SOCP.

Ihr bekommt es in jedem Buchladen, oder auch driekt auf der Seite des Verlags: https://jupitermond.com/produkt/das-wunderbarste-wesen-der-welt/

Das wunderbarste Wesen der Welt: Das Cover steht!

Jetzt dauert es nicht mehr lange! Die Illustrationen zu meinem Kinderbuch „Das wunderbarste Wesen der Welt“ sind nun alle da, auch das Cover, wie man sehen kann. Jetzt macht sich der Jupitermond Verlag an den Satz und dann wird auch schon gedruckt!
Ich kenne ja bereits alle Bilder und kann nur staunen: Was Mitte März mit einer Idee unter der Dusche begann, ist innerhalb von gut drei Monaten zu einem wunderschönen Kinderbuch geworden. Ich hatte meinen Text an den Jupitermond Verlag geschickt, weil er so tolle Bilderbücher macht, kunst- und liebevoll, Bücher, die ich meinen eigenen Kindern vorlesen will, und deren Erlös noch dazu zu einem guten Teil einem guten Zweck spendet. Der Verlag wollte den ihn sofort! Dann durfte ich mir eine Illustratorin aussuchen, und auch sie sagte sofort zu! So kam in den letzten Wochen eine wundervolle Illustration nach der anderen heriengeflattert, bis jetzt schließlich auch das Cover fertig wurde. Der geplante Erscheinungstermin (für mich hört es sich immer an wie Entbindungstermin, und es ist ja auch ähnlich 😉 ) ist der 08. Juli 2021. Vorbestellen könnt ihr es schon, entweder direkt per mail an mich: kleegeschichten@gmail.com oder über den Verlag.

Und jetzt fragt sich vielleicht noch der ein oder andere: Worum geht es überhaupt? Das wird auf der Klappe stehen:

„Unendlich viele faszinierende Wesen gibt es auf unserer Welt. Aber was meinst du, welches ist von allen wohl das Wunderbarste? Ponys etwa, die kaum größer werden als ein Lineal? Oder ein Tier mit Augen so groß wie ein Fußball? Die Freunde Tilda und Tom kommen zu eineem überrascheden Ergebnis, das wahrscheinlich ganz anders ist, als du denkst…“

Es ist ein Buch über das Staunen, über Mut und über Freundschaft.

1. Platz im Literaturwettbewerb

Eigentlich hätten die Sieger des Wettbewerbs direkt auf der Buchmesse im Ried bekannt gegeben werden sollen. Die aber wurde erst verschoben und dann aufgehoben und so bekamen die Teilnehmer am Wettbewerb der Gemeinde Stockstadt am Rhein per Mail einen Link zur Siegerverkündung auf Youtube.
Ich saß also mit meinem Mann vor dem Laptop, die Kids oben am Toben, und hörte mir voller Spannung die Lobeshymnen auf die Dritt- und Zweitplatzierten an. Dann wurde der Gewinnertext angekündigt, ohne den Autorennamen zu nennen, und diese Ankündigung ging natürlich runter wie Öl: „Und da zeichnen wir einen Text aus, der auch der witzigste und originellste Beitrag in diesem Sonderwettbewerb war, der nämlich eine ganz besondere Form hat. Nämlich die, immer begonnener und abgebrochener Briefe, die eigentlich dazu dienen sollen, eine Beziehung zu beenden. In diesen Textschnipseln gibt es viele kleine Überraschungen und Pointen, aber es gibt auch eine Etwicklung über das ganze hinweg, einen Spannungsbogen, bei dem wir allmälich einen tieferen Einblick in diese Beziehung und ihre Vorgeschichte gewinnen bis zu einer gur vorbereiteten Wendung am Schluss. Und all dies auf engsten Raum, das ist schon eine besondere Leistung.“
Bei dem Wort Briefen war natürlich klar, es muss mein Text sein, und ich habe mit roten Ohren den Rest gehört und dann strahlend meinen Mann angesehen.

Annika Kemmeter Literaturwettbewerb 1. Platz

Vielen Dank für den Preis und die Urkunde. So was feines gibt es ja fast nirgends mehr. Wer den Text lesen möchte, kann ihn in der Anthologie erwerben. Demnächst, wann werdet ihr hier als erste erfahren, kommt aber auch noch ein Video, in dem ich den Text lesen darf.

Live-Lesung am Donnerstag

22. April 2021, 19:30 **live** Online-Lesung und -Gespräch auf der Literaturbühne Für_Wort

Ich lese am Donnestag live auf der Lesebühne Für_Wort und ihr könnt dabeisein und mitplaudern. Natürlich alles von zu Hause aus, denn die Lesung findet zugleich auf Facebook und als Zoom-Lesung statt. So müssen wir Autoren nicht ins ungewisse Nichts lesen und können mit unseren Zuhörern plaudern und diskutieren, was auch mal wieder schön ist!
Ich lese aus meinem Debütroman Die letzte Flaschenpost  und aus meinen Märchenadaptionen Verhext und wachgeküsstAußerdem habe ich von dem charismatischen Moderator Eric D. Hansen die Aufgabe bekommen, zu definieren, was Liebe ist. Darüber grüble ich jetzt nach… Lasst euch überraschen!
Ich freue mich auf euch am Donnerstag um 19:30 auf Facebook oder per zoom: zoom.us/j/5028652482

Annika Klee beim Jupitermond Verlag

Der Vertrag ist unterschrieben und damit steht fest: Im Sommer wird ein Kinderbuch von mir im Jupitermond Verlag erscheinen. Der Jupitermond Verlag ist noch ganz neu und vielleicht erst wenigen ein Begriff, deshalb stelle ich ihn hier gerne kurz vor:

Die Bücher werden regional und zu 100% Klimaneutral produziert. Ein erheblicher Anteil des Gewinns wird einem guten Zweck gespendet. Die Verlegerin hat sich auf die Fahne geschrieben, die Autoren und Illustratoren angemessen zu beteiligen, was wirklich ein Segen ist. Und sie will Bücher herstellen, die hochwertig sind: mit wichtigen, berührenden Texten, ausgefallenen und herzerwärmenden Illustrationen und einer tollen Haptik. Erschienen sind bisher: „Pete und Anton“ und „Mia entdeckt ihre Superkraft“.

Meine Geschichte, „Das wahrscheinlich wunderbarste Wesen der Welt“ wird im Sommer erscheinen und ich kann es kaum erwarten. Es wird um fantastische (reale) Tiere gehen, und um fantastische Menschen. Mehr will ich noch nicht verraten. Ich durfte aber schon in Stella Eichs Charakterstudien meiner Hauptfiguren, Tom und Tilda, spicken und kann sagen, die Illustrationen werden superhübsch!

„Die Helden seid ihr!“ Märchenhelden äußern sich zur Pandemie

Stiefmütter trachten nach ihrem Leben, sie sind eingeschlossen im Türmen, in einen garstigen Frosch verwandelt oder einfach nur mittellos, jung und brauchen das Geld. Unsere Märchenhelden finden sich oft in aussichtslosen Situationen wieder, ihr Handlungsspielraum ist eingeschränkt und natürlich … finden sie trotzdem einen Weg zum Happy End. Es sind ihre Lebenseinstellung und ihre Kreativität, die sie den Widrigkeiten trotzden lassen. Genau das, was wir heute brauchen! Darum lassen wir ein paar von ihnen selbst zu Wort kommen:

Schneewittchen

Was würde Schneewittchen während der Pandemie tunIch weiß genau, was ihr durchmacht: Gerade war ich noch eine Prinzessin mit eigenem Pony, Kammerzofe und Manierenunterricht. Plötzlich sagt der Jäger: „Lauf, die Königin will dich töten!“ und im nächsten Moment wohne ich in einem Zwergenhaus in einer WG mit sieben bärtigen Männlein. Okay… Manchmal ändern sich die Lebensumstände krass. Kutschefahren ist vorbei, jetzt heißt es die neue Situation annehmen und das Beste draus machen: Zwergensocken waschen und auf die Leine hängen, bisschen Staubwischen, einen Gemüsegarten anlegen und in den uralten Kochbüchern der Zwerge stöbern. Ich entdecke neue Fähigkeiten und höre abends lustige Geschichten. Dieses Leben ist zwar anders, aber auch nicht schlecht. Seid flexibel, seht das Positive! Wie oft hattet ihr kein Bock auf Schule? Standet im Stau? Wart gehetzt von den vielen Aktivitäten, kamt nie mal runter und hattet keine Zeit für das Wesentliche? Entdeckt das Gute an der neuen Situation. Sie dauert nicht ewig an. Ich selbst habe da so ein Gefühl, dass ich auch nicht ewig bei den Zwergen bleiben werde.

 

Der gestiefelte Kater

Die Lage ist natürlich gerade schlecht für unsere Geschäfte. Wenn wir weitermachen wie bisher, kommen wir nicht zum Ziel. Klee_Was würde der gestiefelte Kater tunUnd das gilt es im Auge zu behalten. Wie bei Jonas, für den ich das einzige bin, was er besitzt. Der saß da ohne Erbe und ohne Ausbildung und hatte es dabei so sehr verdient, richtig groß rauszukommen. Das Ziel muss klar sein, das habe ich ihm auch gesagt. Und dann muss man eben ein bisschen kreativ werden. Etabliere einen neuen Tagesablauf, entwickle neue Ziele, die man auch im Lockdown erreichen kann! Wie viele bieten jetzt Lieferservices an und haben das Weihnachtsfest neu erfunden! That’s the spirit! Sei flexibel, finde deine Nische! Und verliere das Ziel nie aus den Augen! Vielleicht entdeckst du Fähigkeiten in dir, die nur darauf gewartet haben, geweckt zu werden!

Rapunzel

Klee_Was würde Rapunzel tun

Ja, Lockdown! Da spreche ich wirklich aus Erfahrung. Ich wurde gerade vom Mädchen zur Frau, peng! saß ich in einem Turm fest, der so quarantänesicher war, dass nicht mal die Hexe sich einfach rein- und raushexen konnte. Da fällt einem natürlich die Decke auf den Kopf. Ist wirklich bescheiden, da kann man nichts schönreden! Was habe ich also gemacht? Ich habe mir Lieder ausgedacht, meine Stimme trainiert und so laut und schön gesungen, wie ich konnte. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir hebt das die Stimmung. Und ich habe auch davon geträumt, dass irgendwann irgendwer – es musste auch kein Prinz sein – kommt und mich befreit. Das war so ein kleiner Hoffnungsschimmer. Aber was mir wirklich am meisten geholfen hat, war zu lernen geduldig zu sein! Geduldig warten, bis sich die Situation ändert. Daran, dass das irgendwann passiert, hatte ich keine Zweifel. In der Zwischenzeit habe ich die Hexe um gute Bücher, einen Zugang zur Arte-Mediathek und Strickzeug gebeten. Das ist auch der Tipp, den ich euch geben würde: Freut euch schon mal darauf, wenn alles wieder vorbei ist. Und solange: bleibt geduldig und beschäftigt euch sinnvoll! 😉

Der Froschkönig

Die Hexe hat mich ja – jedenfalls in Annika Klees VersionKlee_Was würde der Froschkönig tun meines Märchens aus „Verhext und wachgeküsst“ – deshalb in einen Frosch verzaubert, weil ich mich ihr gegenüber etwas respektlos verhalten habe. Der Hexenfluch sollte nur aufgelöst werden, wenn ich auch einer Prinzessin gegenüber ein freches Verhalten an den Tag lege, das sie richtig echauffiert. Und das liegt mir wirklich gar nicht. Also gar nicht. An dieser Aufgabe hatte ich richtig lange zu knabbern. Und ich musste auch echt über meinen Schatten springen, als ich meine dreisten Forderungen gestellt habe. Aber ich muss sagen, so blöd die Situation für mich auch war, in einen Frosch verwandelt worden zu sein und meine tiefe, stattliche Stimme gegen ein klägliches Froschquaken eintauschen zu müssen, ich habe dadurch viel über mich selbst gelernt. Nur wenn man ganz unten ist, kann man über sich selbst herauswachsen. Ich weiß, wie blöd die Situation für euch ist. Euer Leben steht Kopf, es kommen ständig unbestätigte, schlechte Nachrichten. Man weiß nicht, was man glauben soll, und erst recht nicht, wann man wieder ins alte Leben zurück kann. Aber ihr wachst dabei über euch hinaus! Und wie ihr das wegsteckt, ist wirklich bewundernswert! Und deshalb finde ich, und die anderen Märchenhelden stimmen mir zu:  Die Helden von heute seid ihr!

„Verhext und wachgeküsst“ ist ein Hörspiel-Märchen-Album, das ihr auf dem Geschichtenerzähler von Lunii hören könnt. Hier gehts zu meinen 18 Märchen.

Kinderlesung „Verhext und Wachgeküsst“

von Annika Klee

Ob Fastnacht, Fasching, Carneval oder auch nichts dergleichen – hier gibt es die ganze Lesung vom 30.01.2021

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Warum Märchen während der Pandemie so aktuell sind

Die Corona-Pandemie ist eine Naturkatastrophe: Unsere Häuser, Städte, Wälder stehen noch. Kein Erdbeben, Vulkanausbruch, kein Waldbrand hat gewütet – und doch hat sich unser Leben auf den Kopf gestellt. Nichts ist wie vorher. Nichts ist planbar. Und es gibt viel zu viele Tote.

Als ich im Januar 2020 mit der Bearbeitung der Grimm‘schen Märchen für Kinder von heute begann, kamen mir die Szenarien dort grausam vor: Warum hat die Familie von Hänsel und Gretel seit Jahren so wenig zu essen, dass die Eltern ernsthaft überlegen, wer es durch den Winter schaffen soll? Warum begegnen dem Mädchen von Sterntaler auf ihrem Spaziergang lauter unbekleidete, hungernde Kinder? Wie muss es für Rapunzel sein, ihr halbes Leben lang in einem Turm eingesperrt zu sein? Und wie, etwas abgeschwächt, für Aschenputtel, als sie erfährt, sie darf nicht zum Ball, obwohl sie sich so darauf gefreut hatte. Das zumindest können wir heute gut nachempfinden. Aber auch die anderen Situationen sind uns heute nicht mehr so fern wie damals, im Januar, als wir in unserer Komfort-Zone saßen und das Schlimmste, was uns passieren konnte, ein misslungener Haarschnitt beim Friseur war.

Viele der Grimm‘schen Volksmärchen zeigen die Helden als Bedürftige, vom Schicksal Gebeutelte, Schwache. Stiefkinder, Waisen, (vermeintlich) dumme, einfache Menschen. Aber das ist nur die Ausgangssituation. Denn wie wir wissen, machen sie ihren Weg: Durch List und Schläue (wie bei „Hänsel und Gretel“ oder „Sieben auf einen Streich“, „Der gestiefelte Kater“, „Aschenputtel“), durch eine positive Lebenseinstellung (wie bei „Frau Holle“, „Hans im Glück“, „Die Sterntaler“) oder durch geduldiges Ausharren bis sich die Situation von außen ändert („Dornröschen“, „Rapunzel“, „Schneewittchen“, „Rumpelstilzchen“).

Und wie geht es den Kindern während der Pandemie? Schulen und Kindergärten sind von einem Tag auf den anderen geschlossen. Turn- und Schwimmunterricht gestrichen. Spielplätze in den ersten Monaten abgesperrt. Freundetreffen untersagt. Die verlässlichen Abläufe des Alltags fallen weg. Das Leben ist aus den Angeln gehoben. Die Schwächsten trifft es am Härtesten, dass zeigt sich auch in dieser Krise.

Aber Not macht erfinderisch und die Märchen lassen sich wie ein Handlungsplan für Kinder lesen: Ich habe von Kindergeburtstagen gehört, die remote gefeiert wurden, mit Rätselbildern und selbstgemachten Quizz-Shows. Kindergartenkinder, die stundenlang telefonieren, und wie in meiner Heimat, Fastnachtsfeiern, die nach Hause verlegt werden, aber auf einen bestimmten Tag, an dem alle zusammen z.B. das Programm des Carnevalsvereins verfolgen.
Wie Kinder die Pandemie wahrnehmen, kann auch eine Einstellungsfrage sein. Nutzen wir die Gunst der Stunde und unsere Kreativität, um aus den eingefahrenen Mustern auszubrechen und etwas Neues und Besseres zu erschaffen. Von vielen Familien habe ich gehört, dass sie ihr Weihnachtsfest 2020 als gemütlich, besinnlich, familiär und weniger stressig erlebt haben. Unser alljährlicher Laternenlauf mit der großen Kita ist mehr ein Trott im großen Pulk, bei dem niemand singt. Im Coronajahr 2020 war unsere Familie im Wald, die bunten Laternen leuchteten uns den Weg, ein kleines Lagerfeuer mit heißem Kakao und selbstgebackenen Weckmännern – ich habe das erste Mal seit vielen Jahren wieder die Magie und die Heimeligkeit dieses Festes gespürt. Und zu guter Letzt zeigen uns die Märchen, dass sich das geduldige Ausharren und Warten auf den Sommer oder Herbst 2021 lohnen wird. Manchmal kann man nicht viel anderes machen. Auch wenn es einem vorkommt wie ein hundertjähriger Schlaf, wie sehr werden die Kinder nach dem „Aufwachen“ das Spielen mit Freunden genießen? Gemeinsam Herumtollen im Schwimmbad? Kleine Übernachtungspartys!

Die alten Märchen der Grimms waren nicht als Geschichten für Kinder gedacht. Sie sind, wie alle Volksmärchen, eindimensional und geradlinig erzählt, so dass Kinder in der Lage sind, ihnen zu folgen, erzählen aber von Grausamkeiten, die Kinder verstören können. In meiner Märchenadaption „Verhext und wachgeküsst. Grimm’s Märchen für moderne Kinder“ habe ich den Helden einen plastischen Charakter geschenkt und ihre Situationen etwas kindertauglicher gestaltet. Gruselige Stellen werden mit einem Witz abgefedert. Die Grundstrukturen aber habe ich beibehalten, denn die Märchen sind gute Wegweiser fürs Leben. Gerade jetzt in der Pandemie bieten sie den Kindern Orientierung und geben Hoffnung auf ein Happy End.

Event-Tipp: Online-Lesung auf dem Kindermaskenfest

Endlich mal wieder was los! Kultur! Event für Kinder! Wie dringend brauchen wir das! Am 30. Januar 2021 lese ich ab 11:40 beim Kindermaskenfest des Mainzer Carnevalsverein Geschichten für Kinder. Und: der Eintritt ist frei.
Die wichtigsten Links zuerst! Gefeiert wird hier:

https://www.mainzer-carneval-verein.de/mcv/
und hier:

https://www.facebook.com/mcv1838/

und hier:

https://www.instagram.com/mcc_mainz/?hl=de


Aber mal ehrlich: Wie cool ist es, dass wir nicht einfach alles hinschmeißen und traurig mit unserer Tasse Fencheltee ins trübe Regenwetter schauen? Corona macht uns alle fertig, aber noch lange nicht so fertig, dass wir vergessen hätten, wie man feiert! Deshalb veranstaltet der Mainzer Carnevalsverein das Kindermaskenfest eben nicht auf der Straße, sondern im (hoffentlich fastnachtlich geschmückten) Zuhause. Es lohnt sich schon direkt um 11:11 Uhr reinzuschauen, denn um diese Uhrzeit beginnt natürlich die Online-Veranstaltung auf den Social-Media-Kanälen und der Hompage des Mainzer Carnevalsvereins mit Musik- und Tanzangeboten für Kinder. Es werden außerdem unter den Zuschauern sehr hochwertige Preise aus der Tombola verlost. Wenn das mal nicht genug Anreize sind, Samstag Vormittag den Computer den Kids zu überlassen, weiß ich auch nicht 😉
Viel Spaß bei meiner Lesung und der ganzen Veranstaltung!